Dünserberg

DünserbergduenserbergGleich einem Sonnenbalkon liegt Dünserberg in 1.000 bis 1.300 m Höhe am Hochgerachabhang im oberen Walgau. Die typische Walser Streusiedlung umfasst 5,55 km2 und zählt 32 ständig bewohnte Häuser, in denen derzeit 133 Einwohner leben. Die ruhige, sonnige Lage, die gute Luft und der herrliche Ausblick auf die gleißenden Schneefelder im Rätikon und die Gletscherhäupter der Silvretta und Verwallgruppe begeistern den Naturfreund und Erholungssuchende. Im Westen begrenzen die Säntisberge das herrliche Panorama. Das heutige Gemeindegebiet, das den Dünser- und Schnifiserberg umfasst, wurde um 1300 von den aus dem Westschweizer Kanton Wallis stammenden Wallisern besiedelt.

Diese zogen aber nicht in ein völlig unbewohntes Gebiet, sondern ließen sich neben den hier bereits ansässigen Gotteshausleuten von St. Gerold und den Eigenleuten der Freiherren von Brandis aus der Herrschaft Blumenegg nieder. Vordeutsche Flurnamen zeugen von den rätoromanischen Altsiedlern. Die Gemeinden Düns und Schnifis sind bereits um 842 als Tuni und Senubio erwähnt. Infolge der Ausdehnung der ursprünglich kleinen Walserkolonien am Dünser- und Schnifiserberg kam es mit der darunter liegenden Stammbevölkerung öfters zu Streitigkeiten um Wiesen-, Weide- und Alprechte und deren Nutzung. Über das Altsiedelland gibt die Katastralmappe vom Jahre 1857 reichhaltigen Aufschluss. Durch Bannwaldvorschriften beengt, änderte sich nämlich kaum etwas an den kleinen rätischen Haufendörfern. Sie waren von eng parzellierten Acker- und Wiesenfluren umgeben. Hangaufwärts in den Bereich der Neusiedler reichten die Viehweiden, der Wald und die Bergmähder.

Man erkennt auch auf der Flurnamenkarte von Dünserberg, dass die Walliser in ein vordem rätisch benanntes, allerdings wenig genutztes Land einzogen. Zum Teil verwendeten sie die alten Bezeichnungen weiter, oder sind inzwischen abgegangen – oder wurden durch neue ersetzt. Die neuen Ausbaufluren dagegen benannten sie nach ihrer typischen Walsersprache: Balma, Bial, Gaden, Gädemli (heute Germli), Geißschlupf, Grindboda, Maisiß, Part, Stock, Ställistöck, Schluacht, Schwang, Soppa, Tristili …

Manchmal auch nach Personennamen: Biescha (Familienname Beischen), Bläsi, Dömeler, Giger, Welti, Hannisberg, Hensler, Hirt. Auch Tätschlin und Löw sind z.B. in Schlins urkundlich mehrfach belegte Familiennamen – dies gilt vor allem bei der Deutung des Hofnamens Leue oder Löwen, wo doch in diesem flachen Hang keine Lawinen zu erwarten sind.

Veranstaltungen in [show_title]:

Chroniken der Gemeinde [show_title]:

Zur Webseite der Gemeinde