Schröcken

schroeckenGeschichtliches

schroeckenÜber die Entstehung und die früheste Geschichte des Ortes Schröcken ist man mangels urkundlicher Quellen auf Vermutungen angewiesen. Über die Herkunft der Siedler auf dem Tann- und Mittelberg darf man wohl der Aussage des Tannberger Ammanns Jörg Hildebrand von 1492 Glauben schenken. Anlässlich eines Streites um Jagdgründe vor dem Hohen Gericht in Bregenz sagte er aus, dass die armen Leute zu Mittelberg samt denen vom Tannberg aus dem Wallis gekommen und über 200 Jahre hier seßhaft seien.

Der Weg, den die Walliser Siedler nahmen, konnte bisher noch nicht nachgewiesen werden. Die Zuwanderung dürfte jedoch aller Wahrscheinlichlichkeit durch das Klostertal ins Lecher Hochtal erfolgt sein.

Von hier zogen die Siedler über den Auenfelder Sattel ins Quellgebiet der Bregenzerach, das heutige Gemeindegebiet von Schröcken. Diese Annahme wird durch die Tatsachen erhärtet, dass sich die erste Siedlungsstufe von Schröcken auf den heutigen Auenfeldern befand, und dass die Gemeinde in kirchlicher und politischer Hinsicht bis 1661 bzw. 1806 von Lech abhängig war. Es ist jedoch möglich, dass auch eine Zuwanderung aus dem Großen Walsertal über den Schadonapass erfolgte. Die Parzellen Unter- und Oberboden dürften bereits vor der Walsereinwanderung von Wälderbauern als Alpe oder Vorsäß bewirtschaftet worden sein.

Das Haus Nr. 1 in Unterboden gilt als das älteste im heutigen Gemeindegebiet. Auch die dortige Kapelle ist älter als die Pfarrkirche. Da sie zu klein und baufällig geworden war, wurde sie 1774 abgebrochen und dann am jetzigen Platze neu aufgebaut. In kirchlicher Hinsicht gehörte Schröcken wie die anderen Tannberggemeinden von altersher zum Bistum Augsburg. Sie wurden dann 1814 der Diözese Brixen unterstellt und gehören schließlich seit 1968 zur selbständig gewordenen Diözese Feldkirch.

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